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Death_On_Two_Lags Death_On_Two_Lags ist offline
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Alt 28.05.2003, 22:31
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Standard Tech FAQ 13: Was ist RAID und wie wende ich es an?

Was ist RAID und wie wende ich es an? (Stand 2001)

1. Was ist RAID und was Bedeutet es?

Also, RAID heißt "Redundant Array of Independet Disks" oder "Redundant Array of Inexpensive Disks" und besteht aus mehreren Festplatten (beim Home-User RAID max. 4 Platten). Ein RAID Controller kann aber auch als normaler IDE Controller genutzt werden, wobei man NUR Festplatten ab UDMA/66 betreiben darf, da der Controller ansonsten die Platte nicht erkennt oder Schaden nehmen kann. Es gibt zur Zeit 2 RAID Controllerchip Hersteller die da wären Promise und Highpoint. Promise ist auf MSI, Epox und ASUS Mainboards anzutreffen, Highpoint dagegen zur Zeit nur auf Abit Mainboards wie dem KT7-RAID, KT7A-RAID, KG7-RAID und den brandneuen KR7-RAID. Welcher Hersteller von beiden der beste ist, dadrüber lässt sich streiten.

2. Wofür ist RAID gut?

Ein RAID System lohnt sich dann, wenn entweder schnell Daten verarbeitet werden müssen wie z.B. in der Videobearbeitung oder man zusätzliche Sicherheit haben will wie z.B. beim Serverbetrieb. Ein RAID System unterschiedet sich in den Modi 0, 1 und 0+1 (dazu aber später mehr). Bei einem RAID System ist zu beachten, das die Platten die gleiche Größe haben müssen, da ansonsten mit ausfällen oder Schlimmstenfalls mit Datenverlust zu rechnen ist.

3. Welche RAID Modi gibt es und wofür sind sie gut?

Wie schon gesagt, gibt es die Modi 0 (Stripping), 1 (Mirroring) und 0+1 (Stripping+Mirroring).

Bei einem RAID 0 System, werden 2 oder 4 Festplatten zu einer Gesamten Festplatte zusammengefasst, wodurch sich der Datendurchsatz beim Schreiben wie auch beim Lesen enorm erhöht, da der Controller die Daten gleichmäßig über die Festplatten verteilt.

Nachteil: Fällt eine Platte aus oder ist Defekt, sind die Daten unwiederruflich verloren.
Vorteil: Höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit.
Bei einem RAID 1 System wird jeweils eine Festplatte auf die andere Gespiegelt, wodurch sich die Datensicherheit erhöht, da auf allen Festplatten das selbe geschrieben wird. Fällt jetzt eine Festplatte aus, sind die Daten auf der anderen noch 1:1 vorhanden.

Nachteil: Keine höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit.
Vorteil: Höhere Datensicherheit.
Bei einem RAID 0+1 System braucht man 4 Festplatten, wobei 2 Festplatten von dem RAID Controller zu einer Großen zusammengefasst werden und 2 Festplatten zum Spiegeln der ersten 2 Festplatten benutzt werden. Die ersten 2 Festplatten haben dann die von RAID 0 bekannte höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit und die anderen 2 Festplatten die von RAID 1 bekannte Datensicherheit.

Nachteil: Bisjetzt keiner bekannt.
Vorteil: Gleichzeitig hohe Lese/Schreibgeschwindigkeit und hohe Datensicherheit


4. Gibt es noch andere RAID Modi?

Ja, und zwar die RAID Modi 4 und 5. Die RAID Modi 4 und 5 sind aber nur im Professionellen Serverbetrieb anzutreffen, deswegen gehe ich hier nicht näher drauf ein.

5. Ich habe keinen OnBoard-RAID-Controler. Kann ich trotzdem RAID nutzen?

Ja, und zwar in Form von PCI Karten, wie sie z.B. von Adaptec, DawiControl usw. angeboten werden. Nachteil ist, das ein PCI Slot verloren geht.

6. Muß ich bei RAID was beachten?

Ja, denn an den RAID Controller dürfen NUR Festplatten, keine CD-ROM/ZIP/MO Laufwerke und Brenner angeschlossen werden. Alle Festplatten müssen minimum UDMA/66 unterstützen und wenn man ein RAID System hat müssen sie zusätzlich die gleiche Größe haben.

Will man Windows2000/WindowsXP auf einer Festplatte installieren, die am RAID Controller hängt, dann muß man während des Setups die F6 Taste drücken wenn es unten Angezeigt wird, man wird dann später Aufgefordert die Treiberdiskette einzulegen. Nachdem dies geschehen ist, kann man mit der Normalen Installation von Windows2000/WindowsXP fortfahren.

Herzlichen Dank an SchneeLeopard!

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xrayde xrayde ist offline
Antifan

Forenleitung

Alt 29.06.2010, 02:43
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Ausrufezeichen Tech FAQ 13.1: Defekter RAID-Controller, was tun?

Defekter RAID-Controller

Frage

Wir betreiben einen älteren Server, in dem ein RAID-Hostadapter vier Festplatten als RAID 5 anbindet. Nun ist der Hostadapter anscheinend defekt - wie kommen wir an die gespeicherten Daten heran? Wäre ein Software-RAID die bessere Wahl gewesen?

Antwort

Eine Standardlösung für den Zugriff auf ein beliebiges RAID kennen wir nicht.
Vielleicht können Sie eine Adapterkarte gleichen Typs gebraucht kaufen. Möglicherweise erkennt ein jüngerer, noch lieferbarer Hostadapter derselben Firma - eventuell mit älterer Firmware - das mit der defekten Karte eingerichtete RAID. Diesbezügliche Informationen sollte Ihnen der Hersteller des Servers oder des Hostadapters liefern können. Notfalls müssen Sie sich an ein Datenrettungsunternehmen wenden.
Ob die Daten eines so genannten Hardware-RAID zuverlässiger erreichbar sind als jene eines Software-RAID, welches mit den Mitteln des Betriebssystems (Windows Server, Linux, Solaris, Mac OS X) eingerichtet wurde, hängt von vielen Faktoren ab.
Früher wurden RAID-Hostadapter mit eigenem Mikrocontroller eingesetzt, um den Hauptprozessor bei RAID-Zugriffen zu entlasten. Das ist heute dank leistungsfähiger Multi-Core-CPUs nicht mehr so wichtig, viele Hardware-RAIDs sind mittlerweile sogar langsamer als ein Software-RAID. Teure RAID-Hostadapter mit ECC-geschütztem und batteriegepuffertem RAM erzielen aber auch bei abgeschaltetem Schreib-Cache der Festplatten hohe Datentransferraten beim Schreiben. Der spezielle Cache soll sicherstellen, dass selbst bei einem Stromausfall keine Daten verloren gehen.
Ein Software-RAID lässt sich zwar mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) schützen, aber Programmabstürze können trotzdem verhindern, dass vermeintlich geschriebene Daten aus dem Hauptspeicher tatsächlich auf die Magnetscheiben gelangen. Software-RAID ist aber ziemlich unempfindlich gegen Controller-Ausfälle: Man kann es nach einem Hardware-Defekt grundsätzlich an einem anderen PC in Betrieb nehmen, sofern das Betriebssystem darauf bootet.
Die bei vielen Mainboards vorhandenen "Host-RAID"-Adapter, bei denen eine Kombination aus Firmware und Treibern die vorhandenen IDE- oder SATA-Ports in einen RAID-Adapter verwandelt, vereinen - böse gesagt - die Nachteile bei der RAID-Varianten: Daten eines solchen RAID sind möglicherweise nicht einmal an einem Mainboard mit demselben Chipsatz, aber anderem BIOS lesbar. Mit Hilfe des Linux-Programms "dmraid" lassen sich manche Host-RAIDs zwar über (S)ATA-Adapter anderer Hersteller ansprechen, das erfordert jedoch fortgeschrittene Linux-Kenntnisse.
Alle RAID-Spielarten haben Vor- und Nachteile, vertrauenswürdige statistische Daten zur tatsächlichen Häufigkeit der unterschiedlichen RAID-Fehlerquellen kennen wir nicht. Wer mit einem RAID die Verfügbarkeit eines Servers steigern möchte, sollte jedenfalls die Wartung des Systems durch Service-Verträge oder das Vorhalten von Austauschteilen sicherstellen und sich vor der RAID-Einrichtung genau informieren, was im Falle einer Havarie zu tun ist. Für alle RAID-Varianten gilt, dass sie ein Backup nicht ersetzen können.

Quelle: c’t 12/10, S. 162

http://www.heise.de/ct/hotline/Defek...r-1002704.html
__________________
---> (Ex-Wakü)-Silent-Sys. bei Nethands <---
---> Laptop bei Nethands <---
---> BF2-Stats <---
---> BF2142-Stats <---
CPU-Biografie: U880 (aka Z80) in einem "AC1"; PIV 1,8 GHz (Northwood, Vobis-Fertigkiste); XP 1900 (Palomino); XP 2200 (T-Bred A); XP 3000 (AQZEA-Stepping, Barton); X2 4200 (Manchester); E6600 (Conroe); Q9450 (Yorkfield); Core i5-2500K (Sandy Bridge-DT)
ihr seid zu neidlosen und objektiven technikinteressierten "verkommen", die die grösse haben auch "feindliche" hardware zu empfehlen, wenn deren eignung und/oder plv einfach besser scheint. direkt ein skandal hier keine engstirnigen firmenlemminge zu finden sondern aufgeschlossene und objektive leute. (2SRonin, 14.02.07 09:32)
I-Net-Zitat: "Linux ist auch keine Alternative - zu viel Philosophie, zu wenig Nutzen..."
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